Steinpilzrisotto mit glasiertem Tempeh

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Steinpilzrisotto strahlt schon durch den Namen allein einiges an Glamour aus. Es ist einfach ein tolles Gericht, das aus wenigen Zutaten besteht und einen Abend zu zweit rundum gelungen macht.  Im Hintergrund ein wenig kitschige Musik – etwa so wie in der Werbung für eine gewisse Fertigpizza – und ein leckeres Glas Rotwein. Schon ist der Abend gerettet.

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Der Tempeh ist optional, aber in meinen Augen passt er sowohl optisch, als auch geschmacklich sehr gut zum Risotto. Die Glasur ist säuerlich und mit einer leichten Süße. Ein toller Kontrast zum pilzigen Geschmack des Steinpilzrisottos. Das Rezept für den Tempeh habe ich euch hier verlinkt.

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich noch ein paar Sprossen für die Garnitur genommen. Radieschensprosssen mit ihrer leichten Schärfe passen hier optisch und geschmacklich besonders gut zum restlichen Gericht.

Was sollte man bei Steinpilzrisotto beachten?

Für das Rezept solltet ihr unbedingt auch einen Risottoreis verwenden. Mittlerweile bekommt ihr Risottoreis in fast jedem Supermarkt. Im Discounter werdet ihr wahrscheinlich nicht fündig werden. Im Gegensatz zu Sushireis benötigen wir die komplette Stärke, die im Reis enthalten ist, damit dieser am Ende schön cremig wird. Deshalb solltet ihr den Reis auch nicht waschen.

Es lohnt sich zudem eine selbstgemachte, oder zumindest sehr hochwertige Gemüsebrühe zu verwenden. Da der Reis die Brühe aufsaugt, bleibt der Geschmack größtenteils erhalten und da macht sich eine schlechte Qualität leider schnell bemerkbar.

In der Regel kommt Parmesan in ein Risotto. Das geht in diesem Fall natürlich nicht, da wir vegan kochen. Ersatzprodukte, die die gleichen Eigenschaften wie Parmesan haben, sind mir leider nicht bekannt. Deshalb würde ich einfach komplett darauf verzichten. Im Nachgang könntet ihr noch eine Mischung aus Nüssen und Hefeflocken auf das Steinpilzrisotto geben. Das schmeckt ähnlich wie Parmesan. Aber bitte nicht schon während der Zubereitung hineingeben. Denn dadurch würde unser Gericht seine schöne Konsistenz verlieren.

Anstelle von Butter verwenden wir ganz einfach eine vegane Margarine. Dadurch haben wir geschmacklich nur geringe Abstriche. Das Einweichwasser der Steinpilze ist sehr aromatisch und intensiv. Schüttet es nicht weg, sondern vermengt es mit eurer Gemüsebrühe. Dadurch wird selbige noch kräftiger.

Auch sollte das fertige Risotto schnellstmöglich serviert werden. Am Folgetag ist es leider nicht mehr so schön cremig und schmeckt deutlich schlechter. Hier gibt es einen kleinen Trick. Erhitzt das Steinpilzrisotto erneut und gebt ein wenig heiße Brühe hinzu. Dadurch bekommt ihr nach einigen Minuten wieder eine sehr schöne Konsistenz hin. Auf diese Weise wird Risotto auch in vielen Restaurants zubereitet. Das Risotto wird vorgekocht und der Garprozess gestoppt. Bei einer Bestellung wird das Risotto dann erst mit weiterer Brühe finalisiert, sodass man sehr viel Zeit spart.

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Steinpilzrisotto
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Vorbereitung 20 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
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Anleitungen
  1. 500 ml lauwarmes Leitungswasser in ein Gefäß geben und die Steinpilze für mindestens 30 Minuten einweichen. Anschließend hinausnehmen und fein schneiden. Das Einweichwasser unbedingt aufbewahren.
  2. Den Risottoreis in eine Schüssel geben und einmal mit Wasser abwaschen. Danach zur Seite stellen. Kurz bevor ihr mit dem eigentlichen Risotto beginnt, könnt ihr schon einmal bis zu 1 Liter Gemüsebrühe erhitzen. Diese darf nämlich nicht kalt sein. Das Einweichwasser der Pilze könnt ihr damit vermengen und ebenfalls aufkochen.
  3. Einen guten Esslöffel Margarine in einem Topf erhitzen. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Danach mit den Pilzen zusammen in die Margarine geben und für 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen.
  4. Gebt jetzt den Reis hinzu und vermengt alles. Für 1-2 Minuten anschwitzen. Danach mit dem Weißwein ablöschen. Dieser sollte Zimmertemperatur haben. Wartet jetzt bis der Alkohol verflogen ist. Sobald ihr merkt, dass der Reis zu wenig Flüssigkeit hat und beginnt am Boden anzukleben, solltet ihr eine Kelle heiße Gemüsebrühe zum Reis geben und mit einem Löffel im Kreis umrühren. Rührend solltet ihr regelmäßig, aber natürlich nicht ohne Pause. Immer dann, wenn die Flüssigkeit reduziert wird, gebt ihr noch etwas Brühe hinzu. Eventuell benötigt ihr am Ende gar nicht die gesamte Brühe. Den Reis solltet ihr zwischendurch probieren. Am Ende sollte er bissfest und nicht zu weich sein. Ihr solltet den Reis bei ungefähr mittlerer Temperatur garen. Das dauert in der Regel um die 20 Minuten. Zwischendurch könnt ihr schon Salz hinzugeben und am Ende noch ein gutes Stück Margarine unterheben.

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