Linseneintopf

Linseneintopf vegan
Linseneintopf vegan

Früher hasste ich es, wenn es bei uns daheim Linseneintopf zum Mittagessen gab. Meine Mutter war damals arbeiten und so aß ich Mittags in der Regel bei meinen Großeltern mit, wenn ich von der Schule nach Hause kam. Das bedeutete aber auch, dass es recht häufig Suppen und Eintöpfe bei uns gab.

Irgendwann hat sich das Gott sei Dank geändert. Ich erinnere mich noch genau, wie ich als Kind gerne ein Brötchen nahm, eine Öffnung hineinbohrte und den Teig herauskratzte. Danach füllte ich das Brötchen Löffel für Löffel mit dem Linseneintopf. Wenn man dann hineinbiss, war das eine ziemliche Sauerei. Also kein Wunder, dass ich einen tierischen Spaß damit hatte.

Es ist schon interessant zu sehen, wie sich der persönliche Geschmack ändert. Auch Rosenkohl und Gerichte mit Grünkohl hätte ich früher wohl kaum angerührt. Da gab es bei uns daheim immer richtige Diskussionen. Glücklich war ich erst, wenn es Fischstäbchen mit Spinat und Kartoffeln, oder Bohnensuppe mit Milch gab. Also alles andere als pflanzlich, oder vegan.

Was ich an so einem Eintopf besonders gut finde, ist die Tatsache, dass man ihn hervorragend in größeren Mengen vorbereiten kann. Meist lohnt es sich auch, ihn über Nacht noch einmal durchziehen zu lassen. Der Geschmack wird dadurch noch ein wenig intensiver. Die Reste davon kann man auch super wegfrieren und dann irgendwann mal hervorholen, wenn man gerade keine ordentlichen Zutaten im Haus hat.

Zubereitungszeit: 45 Minuten

 

  • 300g Bernstein- oder Teller-Linsen*
  • 1kg Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 3 Möhren
  • 400g Knollensellerie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • 3 Esslöffel frischer Zitronensaft (vorsichtig abschmecken)
  • 1 handvoll glatte Petersilie
  • 1 handvoll glattes Grün vom Sellerie
  • 4-5 Esslöffel Apfelessig (vorsichtig abschmecken)
  • 1,5 Liter Gemüsebrühe
  • 2-3 Esslöffel Zucker (Rohrzucker passt hier gut, aber vorsichtig abschmecken)
  • Etwas Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

 

 

  1. In einem großen Topf etwas Öl erhitzen.
  2. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen, im Anschluss fein hacken und für ca. 5 Minuten im Topf auf mittlerer Hitze anbraten.
  3. Die Linsen in den Topf geben, kurz umrühren und dann mit 1,5 Liter Gemüsebrühe auffüllen.
  4. Die Linsen sollten jetzt für ca. 20 Minuten kochen.
  5. In der Zwischenzeit Kartoffeln, Sellerie und Möhren waschen/schalen und alles in mundgerechte Stücke schneiden.
  6. Das Gemüse wird nach 20 Minuten in den Topf gegeben. Jetzt noch 25 Minuten zusammen mit den Linsen kochen und dann sollte alles gar sein.
  7. Fünf Minuten vor Ende mit Zucker, Essig, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Petersilie und Selleriegrün waschen, anschließend fein hacken und in den Linseneintopf geben.
  9. Für einen besseren Geschmack macht es Sinn den Linseneintopf erst am folgenden Tag zu essen.

7 Comments

  • Hey, Dominik!
    Das ist ja mal eine geniale Seite!
    Über den (auch von mir früher meist gehassten) Linseneintopf bin ich gestolpert, weil der für ne Freundin unbedingt auch noch vegan sein muss. Hülfe! Er köchelt nun vor sich hin… riecht gut und ich werde Deinen Rat befolgen, ihn erst morgen zu probieren. Selbst wenn er mir nicht schmecken sollte – was ich bezweifle – werde ich mich durch Deine Rezepte kochen. Vielen Dank erst mal! Du bist sehr inspirierend! Gruß asaf

  • Hallo asaf,

    vielen Dank für das Lob. Den Eintopf vegan zuzubereiten ist ja Gott sei Dank einfach, da man ja keine zusätzlichen Dinge benötigt, sondern einfach Speck und Butter weglässt. Von daher fährst du damit ja ganz gut 🙂

    Und ich drücke die Daumen, dass es dir schmeckt. Über Kritik und Verbesserungsvorschläge freue ich mich aber letztendlich auch.

    LG

    Dominik

  • Hallo Dominik,

    ich habe mal eine Frage zu Deinem Linseneintopf. Ich bin Koch und Vegan-Anfänger. Aber ich habe eine neue Küche, die nun genutzt werden will… 😉
    Zurück zum Linseneintopf: Müssen die Linsen vorbehandelt werden? Oder kann ich diese direkt aus der Verpackung in den Topf „schütten“?
    Ich sage schon mal Danke für Deine Antwort!
    Grüße Andreas

    • Hallo Andreas,

      musst du nicht, dann brauchen die Linsen einfach etwas länger. Ich weiche Hülsenfrüchte aber immer ein, weil Giftstoffe enthalten sind, die man durch das Einweichen zu großen Teilen entfernen kann. Wenn man Hülsenfrüchte direkt kocht, dann sind diese im Kochwasser enthalten und werden auch durch die Hitze nicht zu 100% zerstört. Ist aber ein guter Hinweise. Darauf habe ich im Text nicht hingewiesen. Ergänze ich die Tage noch.

      Viele Grüße

      Dominik

  • Hallo Dominik,

    ich bin über dieses Rezept gestolpert, da ich endlich mehr mit Linsen kochen wollte.
    Gestern war es soweit und ich habe dein Rezept gekocht. Einfach super lecker! Habe nur eine Kleinigkeit verändert und habe zusätzlich noch Rauchsalz verwendet.
    Vielen Dank für das Rezept!

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